Acidum nitricum

Acidum nitricum, auch Nitricum acidum

Acidum nitricum, auch Nitricum acidum, Nit ac., auf Deutsch Salpetersäure (HNO3), ein homöopathisches Mittel.

Acidum nitricum – Allgemeine Eigenschaften

Erkrankungen, die mit Acidum nitricum behandelt werden können, betreffen meist Körperregionen, an denen die Haut in Schleimhäute übergeht.

Die Salpetersäure, bekannt auch als Scheidewasser zum Trennen von Gold und Silber oder zum Prüfen vom Goldgehalt. Salpetersäure ist eine organische Säure heute hauptsächlich die durch die Oxidation von Ammoniak erzeugt. Daraus wird das homöopathische Mittel Nitricum Acidum hergestellt.

Säuren in der Homöopathie

Säuren sind eine wichtige Gruppe in der Homöopathie. Neben der Salpetersäure spielt die Phosphorsäure als Phosporicum acidum eine wichtige Rolle. Des Weiteren kommt auch Benzoesäure(Benzoicum acidum), die Schwefelsäure als Acidum sulphuricum gehört neben der Ameisensäure als Acidum formicicum zu den viel gebrauchten und bekannten Mitteln aus Säuren.

Die Anwendung von Säuren in der Homöopathie haben einiges gemeinsam.

Obwohl Säuren ätzend und oft giftig sind, erschreckt viele Patienten die Anwendung der Säure als Medikament. Allerdings sind in der Homöopathie, nur spuren davon vorhanden. Die Anwendung und die Leitthemen sind Erschöpfung, Schwäche, Zerstörung und Selbstzerstörung.

Das Konstitutionsmittel „Nitricum acidum“ ist Polychreste (= „zu vielem nützlich“). Die „kleinen“ Mittel wirken hauptsächlich auf bestimmte Organe ein. Damit sind diese bei akuten Beschwerden leichter zuzuordnen. Die „großen“ Mittel, die Polychreste haben ein umfangreiches Wirkungsspektrum auf Körper, Psyche und Geist (Konstitutionsmittel).

Die Anwendungsgebiete von Acidum Nitricum

Es wirkt auf die Regionen an den Rändern von Körperöffnungen, somit speziell auf die Übergänge von Haut zu Schleimhaut wie etwa Mund und Anus. Des Weiteren auf die Schleimhäute von Atem-, Verdauungs- und Urogenitaltrakt. Auch auf die Drüsen wie Leber, Prostata und Speicheldrüsen und auf die Haut.
Das Prinzip der Ähnlichkeit also Gleiches mit gleichem Bekämpfen wird in der Homöopathie.Und bei den homöopathischen Medikamenten angewandt. Größtmögliche Übereinstimmung zwischen der Wirkung des Arzneimittels und der Gesamtheit der Symptome der erkrankten Person.

Bei welchen Beschwerden kann Nitricum acidum hilfreich sein?

Personen für die Nitricum acidum hilfreich sein kann, sind meist nicht die einfachsten Patienten. Sie haben oft mit der Umwelt und ihren eigenen Leben Schwierigkeiten und können ihr Leben nur schwer einordnen. Grundsätzlich unzufrieden mit sich und daraus resultiert oft eine Ruhelosigkeit. Empfindlich gegen äußere Eindrücke, es besteht eine permanente Angst um die Gesundheit und vor dem Sterben.

Durchaus nachtragend können diese Personen negative Erlebnisse aus der Vergangenheit nur schwer verarbeiten und vergessen. Oft streitsüchtig und schlecht gelaunt mit dem Wunsch nach Rache ist es kein Wunder, das die Leber bei diesen Patienten angegriffen ist. Nitricum acidum kann eine heilende Wirkung haben.

Wichtig ist auch, Acidum nitricum nicht selbst verordnen!

Ohne Kenntnisse der Wirkung und Potenzen sowie deren Dosierung sollten Homöopathie Medikamente nicht eingesetzt werden. Die Homöopathie gehört zu der Therapie mit geringen Nebenwirkungen, jedoch können auch hier falsch verwendete Mittel in falscher Potenz und häufiger Wiederholung die Heilung verzögern und die Krankheitssymptome mitunter verschlimmern. Für die homöopathische Behandlung sind dafür ausgebildete Ärzte oder homöopathisch arbeitende Heilpraktiker zuständig.

Kontraindikationen für Acidum nitricum sind:

Vor der Nitricum acidum Einnahme sollte Hepar sulfuris, Natrium muriaticum, Calcium carbonicum, und Lachesis nicht gegeben werden. Es sollte keine Milch und keine Milchprodukte während der Behandlung genossen werden.
Der Wirkungseintritt von Nitricum acidum erfolgt sehr rasch. Es zählt zu den schnellen Mitteln.

Indikationen für Nitricum acidum sind:

Ein Mittel vorwiegend für Risse, Geschwüre und Fissuren, Rhagaden an Haut und Schleimhautgrenzen. Starke Akne mit Furunkeln und Mitesser (Komedonen). Eingerissene Mundwinkel. Schlaffes blutendes und wundes Zahnfleisch mit fauligem Mundgeruch sowie Speichelfluss.

Stechende beim Schlucken schlimmer werdende Halsschmerzen. Eine, sehr starke krankhafte Abmagerung (Kachexie). Nachtblindheit verbunden mit Schwerhörigkeit sowie Ohrenknacken beim Kauen.

Kopfschmerzen wie von einer Umklammerung und große feuchte und leicht blutende Warzen. Geschwüre haben unregelmäßige Ränder und eine Basis wie rohes Fleisch. Kleine harmlose Warzen, sogenannte Feigwarzen (Kondylome).

Alle Absonderungen sind übelriechend, dünn, eitrig, grünlich oder bräunlich. Ebenso Übelriechender scharfer Fußschweiß. Der Urin riecht wie von einem Pferd. Durchfälle, seltener Obstipation oft verbunden mit Rektumschmerzen, krampfartig, durchbohrend und lange anhaltend nach dem Stuhlgang. Hämorrhoiden, Analfissuren, Darmbluten. Gastritis.

Was ist für die Beschwerden besser oder schlechter?

Die Beschwerden sind schlimmer durch Kälte oder im Freien. Besser bei Fahren im Wagen (Auto). Schmerzen sind wie von einem Splitter verursacht, schlimmer bei Berührung. Die Schmerzen erscheinen, und verschwinden plötzlich, mitunter sind sie schlimmer in der Nacht. Fallweise starkes Verlangen nach Fett und Salz, oft eine Verschlimmerung durch Milch. Gelüste nach Unverdaulichem wie Lehm, Erde oder Kreide.

Beschwerden des Gemütes

Eine grundlegende Unzufriedenheit, der Patient ist unangenehm und er verlangt sofortige Hilfe. Zornig mit Neigung zum Fluchen und voller Feindseligkeit. Oder der Patient ist schweigsam, mitunter schlecht gelaunt und von düsterer Stimmung. Mitunter verbessert heftiges Weinen die Stimmungslage.

Die Beschwerden, von denen die Personen betroffen sind, Angststörungen, Depressionen, Apathie, Bettnässen, Bulimie (Ess-Brech-Sucht), oft verbunden mit Sucht und Alkoholismus.

Gedächtnisschwäche, geistige Verwirrung, Hypochondrie und innere Unruhe. Häufig mit Reizblase und Reizdarm verbundene Schlafstörungen, vegetative Dystonie und auch Wahnideen. Auch Patienten mit Beschwerden des Nervensystems können Hilfe erwarten! Wie bei Alzheimer-Krankheit, Epilepsie (Krampfanfälle), Chorea (= Krankheiten, die von den Basalganglien des Hirns ausgehen). Multiple Sklerose (MS), Morbus Parkinson (Schüttellähmung), nicht zuletzt Neuralgien oder Neuritis (Nervenentzündung).

Beschwerden des Kopfes 

Drückende Kopfschmerzen der Kopf ist sehr druckempfindlich. Morgens beim Erwachen beginnen die Kopfschmerzen oft begleitet von Sehstörungen und Kältegefühl. Druckgefühl im Kopf und ziehende schmerzen, die sich in Richtung der Augen erstrecken. Schon leichte Laute und Geräusche Verschlimmern die Schmerzen. Gegenstände vor allem Waagerechte werden doppelt gesehen. Knackgeräusche werden in den Ohren wahrgenommen, speziell bei Kaubewegungen. Erleichterung auch bei Migräne Anfällen.

Die Augen können entzündet und lichtempfindlich sein bei anhaltendem Tränenfluss. Auch die Nase ist entzündet mitunter chronisch mit grünlichen Absonderungen, begleitet von stechenden Schmerzen. Faulig riechender Atem mit lästigem Speichelfluss. Das Zahnfleisch fühlt sich, schwammig an und ist entzündet mit verstärkter Blutungsneigung. In Mund und Gaumen finden sich Geschwüre mit Splitterschmerzen. Die Halsschmerzen sind stechend und ziehen bis hin zum Ohr. Diese sind oft derartig heftig, dass die davon Betroffenen ihr Gesicht verzerren beim Schlucken.

Verbesserung auch bei Haarausfall, Kopfschuppen, Lippenherpes, Morbus Meniere (eine Erkrankung des Innenohres). Auch bei Mundwinkeleinrissen und Nasenbluten kann Nitricum acidum helfen. Die Zahnschmerzen und das Zähneknirschen werden günstig beeinflusst.

Beschwerden der Augen

Amblyopie (Schwachsichtigkeit), Augenmuskellähmung, Augenzucken, Amaurose (Lähmung vom Sehnerv), Entzündung der Hornhaut (Keratitis), der Lider (Blepharitis) und auch Gersten- und Hagelkorn. Selbst bei grauen Star (Katarakt), grünen Star (Glaukom), Hemianopsie (Halbsichtigkeit), Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Lidrandentzündung, Netzhautentzündung (Retinitis), Photophobie (Lichtempfindlichkeit). Auch bei Trockenheit, Tränenfluss, Tränenfistel und Trübung der Hornhaut durchaus ist Nitricum acidum hilfreich.

Beschwerden der Ohren

Otitis media (Mittelohrentzündung) und Besserung auch bei bestehender Schwerhörigkeit und Taubheit, Tubenkatarrh und sehr gut bei Tinnitus (Ohrgeräuschen).

Beschwerden der Brust und Atemwege

Trockener Husten und Heiserkeit oder verlorene Stimme. Husten im Schlaf und reichlich schleimiger übelriechender Auswurf und Stechen in der Brust. Ein gutes Mittel bei Pneumonie und Tuberkulose.
Nitricum acidum, kann eingesetzt werden: bei Asthma bronchiale, Bronchitis, COPD, Emphysem, Laryngitis (Kehlkopfentzündung), Mukoviszidose, Pharyngitis (Rachenentzündung), Pleuritis (Rippenfellentzündung), Rhinitis (Schnupfen), Sarkoidose, Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung).

Beschwerden von Stoffwechsel/Verdauung

Auffallender Heißhunger mit süßlichem Mundgeschmack und Begierde nach nicht verdaulichen wie Kreide oder Erde. Der Patient klagt über krampfartige Bauchschmerzen, häufiges Aufstoßen vor und nach dem Essen und auftretende Übelkeit mit gelegentlichem Erbrechen.

Viele starke Blähungen und Stiche in der Lebergegend. Nitricum acidum verbessert Cholezystitis (Gallenblasenentzündung), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Gallensteine, Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Gicht, Hepatitis (Leberentzündung), Ikterus (Gelbsucht), Schluckauf, Stomatitis (Mundschleimhautentzündung), Ulcus ventriculi (Magengeschwür), Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür).

Auch der Stuhlgang macht reichlich Beschwerden. Anhaltende Schmerzen nach jedem Stuhlgang zwingen zum Hin- und Hergehen. Es besteht ein Gefühl, als würde der Darm zerreißen und es existieren tatsächlich Fissuren.
Durchfall mit stinkenden schleimigen Stühlen und hellen Einblutungen. Bestehende Hämorrhoiden sind schmerzhaft und leicht blutend. Das Mittel Nitricum Acidum ist hilfreich bei Ekzemen. Sowie bei Juckreiz und brennen am Darmausgang. Colitis ulcerosa (Darmentzündung), Diarrhoe (Durchfall), Divertikulose, Enteritis (Dünndarmentzündung), Flatulenz (Blähsucht), Meteorismus (Auftreibung), Morbus Crohn, Obstipation (Verstopfung), Reizdarm und Sodbrennen.

Uro-Genital Beschwerden

Ein ammoniakalischer Geruch wie Pferdeurin im Harn. Die Patienten klagen über ein seltsames Gefühl beim Wasserlassen und über ein starkes Kältegefühl in der Harnröhre. Krampfartige Schmerzen erstrecken sich von den Nieren bis zur Blase. Der Harnstrahl ist dünn wie von einer Verengung der Harnröhre. Weitere Anzeichen können sein eine Nephritis (Nierenentzündung, Harnverhaltung und Harninkontinenz). An den Genitalien befinden sich Geschwüre und eventuell Hautausschläge, die brennend und leicht blutend sind.

Absonderungen aus der Harnröhre sind mitunter blutig und schleimig. Frauen leiden unter Ausfluss. Die Schambehaarung kann ausfallen.
Nitricum acidum ist außerdem hilfreich bei Amenorrhö (fehlende Menstruation), Blasen- und Gebärmuttersenkung, Endometriose, Eierstockzyste, Ovarialtumor, Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung), Hodenentzündung, Hydrozele (Wasserbruch), Myome, Prostatitis, Prostatahypertrophie (Vergrößerung der Prostata), Syphilis, Urethritis (Harnröhrenentzündung), Uterusverhärtung und Zystitis (Blasenentzündung).

Hormonelle Beschwerden

Fluor (Ausfluss), klimakterische Beschwerden und Menstruationsbeschwerden. Nitricum acidum ist neben anderen auch bei PMS (prämenstruelles Syndrom), Pubertätsprobleme, Schwangerschaft Beschwerden oder Stillprobleme.
Bei diesen hormonellen Leiden hilft mitunter Nitricum acidum sehr gut: Struma (Kropf), Thyreoiditis (Entzündung der Schilddrüse), Über- und Unterfunktion der Schilddrüse und bei Morbus Basedow (eine Autoimmunkrankheit der Schilddrüse die zum Kropf führt).

Allergische Beschwerden

Heuschnupfen, Asthma, Allergien, Ekzeme, Neurodermitis, Quaddeln und Urtikaria (Nesselsucht) können mit Nitricum acidum meist sehr schnell behoben werden.

Beschwerden des Bewegungsapparates

Geschwollene Fingergelenke und blaue Fingernägel mit weißen Flecken. Auf dem Handrücken sind manchmal Warzen und Flechten. Die Fingernägel sind gelb verfärbt, verformt und verkrümmt. Eingewachsene Nägel entzünden sich und verursachen schmerzen als wären Splitter unter den Nägeln.

Das Schienbein ist schmerzhaft empfindlich mit Exostosen (=abgegrenzte Zubildung von kompakter Knochensubstanz). Mit der schmerzenden Kniescheibe, klagt der Patient ist ein Auftreten unmöglich. Schwache Fußgelenke, die leicht beim Gehen einknicken. Schmerzen in den Beinen und Unterschenkeln. Stiche zwischen den Schulterblättern bei einem steifen Nacken. Der Schmerz kommt mitunter schnell und vergeht schnell wieder.
Nitricum acidum hilft somit viel und oft schnell bei Arthritis (Gelenkentzündung), Arthrose, Fibromyalgie (Weichteilrheuma), Ischialgie, Lumbago (Hexenschuss), Osteoporose, Rheuma, anhaltende Rückenschmerzen und bei Verletzungen wie Verrenkung, Zerrung, Frakturen und Stauchung.

Hauterkrankungen

Hautwunden bluten zu stark und heilen zu langsam. Größere Neigung zu Hautgeschwüren. Eiterten Abszessen, wobei wiederum berührungsempfindliche Schmerzen stechend wie Splitter beklagt werden. Nitricum acidum hilft bei großen Warzen mit gezackten und unregelmäßigen Rändern die schmerzen und die mitunter bei Berührung bluten. Vorhandene alte Narben beginnen bei kaltem Wetter zuschmerzen.

Weitere Indikationen sind, hartnäckige Eiterungen, Impetigo (= eine hochinfektiöse bakterielle Hauterkrankung), die im Gesicht und an behaarten Hautstellen auftritt. Auch schuppige und krustige Hautausschläge, Blasenausschläge mit stechend feinen Schmerzen bessern sich Zusehens.

Nitricum acidum kann eingesetzt werden bei Aktinomykose (Strahlenpilz keine Pilzinfektion, sondern eine bakterielle Pseudomykose), Atherom (Talgzyste auch als Grützbeutel, Balggeschwulst oder Grießknoten bezeichnet), Dekubitus (Wundliegen), Drüsenschwellungen, Ekzeme, Erytheme, Fisteln, Frostbeulen, Furunkel, Herpes Zoster (Gürtelrose).

Hautausschläge, Hühneraugen, Hyperkeratosen, Melanose, Milchschorf, Neurodermitis, Paronychie (Nagelbettentzündung), Pruritus (Juckreiz), Psoriasis (Schuppenflechte), Urtikaria (Nesselsucht), Wundheilungsstörungen wie ein Ulcus cruris (offenes Bein), Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) und auch bei Brustwarzenentzündung.

Krankheiten von Herz und Gefäßen

Blut drängt mit Herzklopfen mit fortschreitender Beklemmung und Angst. Unregelmäßiger Puls, nach dem ersten Schlag folgen sofort zwei kleinere Schläge hintereinander aber der vierte Pulsschlag bleibt aus. Das Klopfen der Schlagadern ist überall zu spüren.

Verbesserungen auch bei Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), allgemeinen Herzbeschwerden und selbst bei Herzinfarkt. Hilfreich auch bei Apoplexie (Schlaganfall), Anämie, Arteriosklerose, Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Hypertonie (Bluthochdruck), Hypotonie (niedriger Blutdruck), koronare Herzkrankheit, Roemheld-Syndrom, Thrombose, Varizen (Krampfadern), Wassersucht (Ödem).

Acidum nitricum bei Kindern

Nitricum acidum als Heilmittel für die Kinder kommen in Frage bei diesen Symptomen: Frostige sehr schwer zugängliche Kinder mit wiederkehrenden Entzündungen, Katarrhen, Aphten und Rhagaden im Haut- und Schleimhautbereich. Bei schlechtheilenden Ohrentzündungen mit übelriechendem Ausfluss. Nässende und krustige Ekzeme auf der Kopfhaut. Kinder die sehr empfindlich gegenüber Schmerzen sind.

Acidum nitricum bei Fieber

Verbesserung erfahren Patienten, die zum Schwitzen neigen und sich laufend erkälten. Während der Fieberfase treten reichlich Schweißabsonderungen am Morgen auf, an Füßen und Händen.
Periodisch auftretende Schweißfasen oder der Nachtschweiß nur an Teilen vom Körper auf denen, der Kranke liegt. Der abgesonderte Schweiß riecht schlecht und ist erschöpfend.
Eine weitere Einsatzmöglichkeit für Nitricum acidum ist Wechselfieber ein intermittierendes chronisches Fieber.

Wie viele homöopathisches Mittel sind erhältlich

In der Liste der Homöopathie sind 5.500 homöopathische Mittel verzeichnet. In Verwendung sind derzeit ungefähr 2500.

Die Anwendungsgebiete für die Homöopathie

Homöopathie Anwendungen sind weit gestreut und umfassen nahezu alle Krankheiten, bei denen die Homöopathie heilend oder wenigstens lindernd eingesetzt wird. Die besonders gute Wirkung gegen Erkältung und andere Atemwegserkrankungen ist vielen bekannt. Aber homöopathische Mittel können auch gegen Gelenk- und Rückenschmerzen, Allergien, Magen-Darm-Beschwerden und Hormonprobleme angewendet werden. In der Schwangerschaft und bei Kleinkindern ist Homöopathie der nebenwirkungsfreie Weg zur Linderung der Beschwerden.

Dosierung und Einnahme 

Damit homöopathische Heilmittel ihre optimale Wirksamkeit entfalten, sollten Sie bei der Einnahme gewisse Regeln beachten: Homöopathische Mittel sollten so oft wie unbedingt nötig und so selten wie möglich eingenommen werden. In einer akuten Krankheitsfase sollte das Mittel öfter eingenommen werden. Sobald sich jedoch die Krankheitssymptome deutlich bessern, kann das homöopathische Mittel abgesetzt werden.

Bei einer Erstverschlimmerung, einer Heilreaktion sollte das Mittel abgesetzt werden, bis die Reaktion verschwunden ist. Homöopathische Arzneimittel sollten eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten unverdünnt eingenommen werden. Tabletten oder Globulis sollen langsam im Munde zergehen.

Niedrige Potenzen von Acidum nitricum :
Niedrige Potenzen bis Acidum nitricum D/C12 sind für akute Erkrankungen.
Dosierung: bei akuten Beschwerden stündlich 5 – 10 Tropfen oder 5 – 10 Globuli oder 1 Tablette. Maximal 12-mal täglich. Nach dem Eintritt einer fühlbaren Besserung, nur 3-mal täglich.
Im fall von chronischen Erkrankungen 1 bis 3-mal täglich 5 – 10 Tropfen oder 5 mal 10 Globuli oder 1 Tablette.

Hohe Potenzen von Acidum nitricum:
Hohe Potenzen ab Acidum nitricum D/ Acidum nitricum C30 sind für chronische Erkrankungen.
Dosierung: 5 – 10 Tropfen oder 5 – 10 Globuli oder 1 Tablette.
Einmalige Einnahme und kann in großen zeitlichen Intervallen wiederholt werden.

Dosierung für Kinder:
Nur Bruchteile der Erwachsenendosis werden verabreicht!
– Säuglinge bis zum 1. Lebensjahr bekommen ein Drittel.
– Kleinkinder bis zum 6. Lebensjahr die Hälfte.
– Kinder bis zum 12 Lebensjahr zwei Drittel.

Acidum nitricum – Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Gleiches mit Gleichem behandeln demzufolge heilt Ähnliches – Ähnliches!

Etwa 2500 homöopathische Arzneien werden jetzt noch verwendet. Gewonnen aus Mineralien, Pflanzen, Tieren und Tierprodukten. Diese Substanzen erwirken bei gesunden Menschen eine spezifische Kombination von Symptomen. Für dieses Beschwerdebild eignet sich somit die Substanz, gemäß Hahnemanns Lehre als Heilmittel.

Je höher die Potenz (Verdünnung), desto wirksamer und lang anhaltend ist die Heilungsreaktion vom Kranken. Somit gelten höhere Potenzen als die stärkeren, wirksameren Arzneien. Auch wenn wenig, bis gar nichts vom ursprünglichen Wirkstoff enthalten ist. Die homöopathischen Mittel sollen wirken, indem die Selbstheilungskräfte vom Patienten stimuliert werden.

Keine Wirkung ohne Nebenwirkungen!
Es gibt durchaus erfreuliche Nebenwirkungen. Leider sind meist nur die schädlichen Nebenwirkung gemeint. Bei Anwendung in der Homöopathie gibt es auch schädliche Nebenwirkungen allerdings sind diese geringer als bei „normalen“ Medikamenten.

– Darreichungsformen wie Globuli, Tropfen und Tabletten.
Globuli, Tabletten und Tropfen?
Die Globuli müssen auf der Zunge zergehen. Homöopathische Arzneien entfalten nur über die Mundschleimhaut ihre Wirkung. Die Magensäure zersetzt diese und nimmt ihnen die Kraft. Für homöopathische Tropfen und Tabletten erfolgt die Einnahme auf gleicher Weise.
In der korrekten Dosierung bringt eine richtig ausgewählte homöopathische Substanz rasch eine Wirkung. Allerdings können. Die Symptome jedoch bei akuten Erkrankungen, nach ein paar Stunden wiederkommen. Dann wird eine wiederholte Einnahme erforderlich.

Die Hintergrundinformationen

Durch Potenzieren oder Dynamisieren konnte Hahnemann selbst hochgiftige Substanzen wie Arsen und die Tollkirsche (Belladonna) ohne das diese eine schädliche Nebenwirkung haben zur Heilung einsetzen. Auch durchaus sehr übliche eher nicht als Arznei verwendete Substanzen wie Natrium muriaticum (Kochsalz) werden durch die Potenzierung zu sehr wirksamen Medikamenten.

Der Krankheitsbegriff in der Homöopathie

Auch der Krankheitsbegriff ist in der Homöopathie ein anderer als in der Allopathie (der „normalen“ Medizin).
Bei der allopathischen Behandlung wird aus homöopathischer Sicht nur das Symptom unterdrückt und damit die Warnung entfernt. Der Patient ist nur scheinbar geheilt. Die Ursache der Erkrankung bleibt von der Behandlung aber unberührt.

Je länger die Unterdrückung besteht, desto größer wird die Gefahr, dass sich die Krankheit auf einer anderen Weise, mitunter bedrohlicher erneut zeigt. Die eigentliche Krankheitsursache, nämlich das gestörte Gleichgewicht vom gesamten Organismus, bleibt weiterhin unbeachtet. Die Stärkung der Lebenskraft ist das Ziel und die Aufgabe der klassischen homöopathischen Therapie!

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