Teufelskralle gegen Schmerzen und Schmerzreiz

Gegen Schmerzen helfen Nichtsteroidale Antirheumatika wie beispielsweise Aspirin, das ist bekannt. Nicht immer sind starke chemische Medikamente der Weisheit letzter Schluss.

Doch wenn man die Präparate über einen längeren Zeitraum hinweg einnehmen muss, etwa bei chronischen Rückenschmerzen, so steigt das Problem der potenziell gefährlichen Nebenwirkungen. Eine Alternative sind pflanzliche Heilmittel, sogenannte Phytotherapeutika.

Schmerzlinderung mit der Teufelskralle

Setzen Sie bei schmerzenden Muskeln, steifen Gelenken, Hautschädigungen, Kopfweh oder Bauchkrämpfen vermehrt auf die sanfte Hilfe aus der Natur. Glücklicherweise erleben die meisten Menschen Schmerz nur als vorübergehendes Ereignis.

Verletzungen, kurzzeitige Kopf-, Zahn oder Bauchschmerzen gehören zum Alltag. Solch akute Schmerzen sind ein Warnsignal und klingen nach Beseitigung der Schädigung meist rasch wieder ab. Von chronischem Schmerz spricht man, wenn Dauerschmerzen vorliegen oder wenn Schmerzen immer wiederkehren, z. B. bei Rücken-, Tumor- oder Migräneleiden.

Schmerzwahrnehmung

Die unterschiedliche Schmerzwahrnehmung ist eine Sache der Gene, wie Forscher vor einiger Zeit herausfanden. Doch ob Betroffene gleiche Schmerzen als mild, unangenehm, beunruhigend, heftig oder unerträglich empfinden, hängt auch von der persönlichen Einstellung, den jeweiligen Begleitumständen, der Stimmungslage und den individuellen Schmerzerfahrungen ab. Angst steigert die Intensität der Schmerzempfindung, Ablenkung kann Schmerzen mildern.

Kommt ein Schmerzreiz jeden Tag wieder, kann es zu einer Gewöhnung kommen, das heisst, der Betroffene deutet den Schmerz als nicht mehr so stark. Allerdings gibt es Schmerzen, wie etwa stundenlange Kopf- oder Zahnschmerzen, an die man sich nicht gewöhnen kann. Hautschädigungen durch UV-Strahlen, extreme Kälte oder Wärme können beispielsweise zu einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit der Haut führen.

Wenn der Schmerz nicht weichen will

In Deutschland leiden über 7 Millionen unter chronischen Schmerzen. Sie nehmen den ganzen Menschen in Besitz, denn die Dauerfolter beeinflusst den gesamten Organismus und bewirkt Veränderungen sowohl auf körperlicher als auch psychischer Ebene.

Mediziner dringen heute darauf, der Chronifizierung des Schmerzes zuvorzukommen, indem man Dauerschmerzen nicht einfach aushält oder darunter leidet, sondern frühzeitig und ausreichend behandelt.

Vieles deutet daraufhin, dass chronische Schmerzen auch auf das so genannte Schmerzgedächtnis zurückzuführen sind, das heisst der Schmerz besteht weiter, obwohl die Ursache nicht mehr vorhanden ist. Langsam aber sicher setzt sich die Erkenntnis durch, dass in der Schmerztherapie ein ganzes Bündel von therapeutischen Massnahmen die besten Erfolge verspricht. Dazu gehört der überlegte Einsatz nebenwirkungsarmer Phyto-Arzneien ebenso wie Akupunktur, Entspannungstraining, manuelle Therapien und verschiedene psychologische Behandlungen.

Der Schmerz wird zur Gewohnheit

In Mitteleuropa sind Kopf- und Rückenschmerzen an der Tagesordnung. Gerade bei diesen anfallartig wiederkehrenden oder dauernden Schmerzen sind viele es leid, ständig Tabletten zu schlucken, die auf den Magen und oft genug auch auf die Stimmung schlagen. Deshalb gibt es immer mehr Schmerzspezialisten, die sich zusätzlich oder alternativ auf natürliche Arzneien aus Heilpflanzen stützen.

Die Teufelskralle als Schmerzmittel

Soldaten, die während des ersten Weltkriegs in Afrika stationiert waren, brachten die Teufelskralle nach Deutschland, wo sie ihre Wirksamkeit als anti-entzündliches und anti-arthritisches Heilmittel wissenschaftlich untersucht und hingewiesen wurde,  übrigens mit besonderem Verweis darauf, dass es nach dem Absetzen der Behandlung weder zu einem Stillstand des Heilungsvorgangs noch zu einem Rückfall der Entzündung kommt, sondern die einmal in Gang gesetzte Heilung schreitet kontinuierlich fort.  Inzwischen liegen drei zusammenführende Studien zur Wirksamkeit von Präparaten aus der Teufelskralle vor.

Zwar wird die Wirksamkeit nach unterschiedlichen Kriterien beurteilt, die Schlussfolgerung bleibt aber die gleiche: Wirksam gegen chronisch unspezifische Rücken- oder Nackenschmerzen sind der wässrige Extrakt oder das Wurzelpulver mit mehr als 50 mg Harpagosid in der Tagesdosis.

Auch für wässrigen Extrakt wurde eine bessere Wirksamkeit bei Erhöhen der Dosis auf das Doppelte -Extrakt mit 100 mg Harpagosid/Tag- gezeigt. Aber Achtung: Da die Wirkstoff-menge auf den Präparaten nicht deklariert ist, können weder Arzt noch Apotheker garantieren, dass außer den genannten irgendein Präparat aus der Teufelskralle wirkt.

Die Teufelskralle Wirkung

Außerdem muss man wissen, dass sich die Teufelskralle gern ein bisschen Zeit lässt, die Wirkung setzt nur langsam ein. Zwölf Wochen sollte man das Heilmittel schon geben; wenn dann immer noch keine Wirkung zu spüren ist, sollte ein anderes pflanzliches Präparat versucht werden.

Auch hier ist die Verträglichkeit sehr gut, die meisten Menschen haben damit keine Probleme. Allerdings ist der Wirkstoff ein Bitterstoff, daher kann er bei Patienten mit empfindlichem Magen Beschwerden hervorrufen. Patienten mit Gallensteinen sind von der Einnahme überhaupt ausgeschlossen.

Teufelskralle für die Gelenke

Nach den bisher vorliegenden Untersuchungen wird die in Namibia beheimatete Teufelskralle mit Vorteil im leichten bis mittleren Stadium einer Rheuma Erkrankung und bei schmerzhaften Arthrosen eingesetzt. Zahlreiche Studien zeigen die entzündungshemmende, schmerzlindernde und anti-arthritische Wirkung, die allerdings erst nach mehreren Tagen eintritt.

Die maximale Wirkung stellt sich meist nach vier Wochen ein. Unerwünschte Nebenwirkungen konnten bis auf seltene Magen-/Darmbeschwerden – nicht beobachtet werden.

Die Pflanze normalisiert die erhöhte Druck-Empfindlichkeit der schmerzenden Bereiche und hemmt die Produktion von Botenstoffen, die etwa bei Rheuma die Entzündung in Gang halten. Es gibt Teufelskrallenextrakt in Form von Tinktur und Tabletten, sowie Teufelskralle Kapseln, Teufelskralle Gel und Salbe. Die Einnahme des bitteren Teufelskralle Tees ist Geschmackssache.

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