Einzelmittel

Pulsatilla als Frauenmittel in der Homöopathie

Das homöopathische Mittel Pulsatilla gilt weithin vor allem als „Frauenmittel“. So heißt es z.B., „der typische Pulsatilla-Patient“ sei häufig weiblich, schüchtern und freundlich. Pulsatilla wird häufig fast ausschließlich mit weiblicher Migräne, Menstruations- oder Wechseljahrsbeschwerden in Verbindung gebracht. In Wirklichkeit behandelt die Homöopathie energetische Zustände, die völlig Geschlechts unabhängig und mehr oder weniger offensichtlich auftreten können.

Die Pulsatilla oder Wiesenküchenschelle gehört zu den Hahnenfußgewächsen. Sie ist auch bekannt unter den Namen: Ackerschelle, Gemeine Küchenschelle, Kuhschelle, Bocksbart, Däiwelsbaart, Osterblume, Schlafblume, Windblume, Wolfspfote .

Als hahnenfußgewächs-typische Empfindungen gelten: Schnell ärgerlich, verletzt, irritiert, erregt, beleidigt; reagiert empfindlich (hinsichtl. Lappalien); brach liegende Nerven, als fehle jede emotionale, mentale und körperliche Schutzhülle; scharfe, stechende, brennende oder berstende Schmerzen.

Das Pulsatilla typisches Verhalten ist, Situationen zu vermeiden, die diese Empfindungen auslösen können, und – aus einem Abhängigkeitsgefühl heraus – den Zorn und die Gereiztheit nach Verletzung oder Beleidigung zu verbergen. Die Wiesenküchenschelle ist eine Pflanze der nördlichen Erdhalbkugel. Sie gilt in Mitteleuropa als gefährdet und steht auf diversen Roten Listen. Als Wuchsort bevorzugt sie trockene, sonnige Wiesen und Abhänge mit kalkhaltiger oder sandiger Unterlage. Ihre Blütezeit ist von April bis Juni.

Pulsatilla ist eine Frauenheilpflanze

Pulsatilla in der während der Menopause und in der Schwangerschaft.
Pulsatilla findet auch Anwendung bei Störungen der Magen-, Darm- oder Gallentätigkeit.

Die Küchenschelle zählt in der homöopathie zu den wichtigsten Frauenheilpflanzen.

Diese sehr kräftige Pflanze bringt viele Symptome im gesunden, menschlichen Körper hervor, welche häufig den Krankheitssymptomen des gewöhnlichen Lebens entsprechen, daher auch häufig homöopathische Anwendung gestatten und häufig Hülfe leisten. Man kann sie daher ohne Widerrede unter die vielnützigen (Polychrest-) Mittel zählen. Das Arzneimittelbild der Küchenschelle wird also beherrscht durch die Wirkung auf das Gemüt, mit typisch zaghafter, nachgiebig, weinerlicher und vor allem wechselhafter Stimmung:

  • den Genitalapparat, insbesondere auf den der Frau, in Form hypovarieller Funktionsstörungen mit Beschwerden während der Pubertät, Menarche, Menses, Gravidität und Menopause.
  • auf den männlichen Teil der bisexuell-embryologischen Uterusanlage-, die Prostata und Nebenhoden.
  • die Schleimhäute des gesamten Gastrointestinaltrakts, des Nasopharyngeal- sowie des Tracheobronchial und Urogenitaltraktes mit reichlichen, milden, gelblich-grünen Absonderungen.
  • das venöse Gefäßsystem, in Form gestörter Blutumverteilung und venöser Stase.
  • die Leber und Gallenblase sowie der Magen-Darmtrakt mit dyspeptischen Verdauungsbeschwerden.

Die Küchenschelle ist ein launisches Mittel, Symptome kommen und gehen, Symptome alternieren; Lachen mit Weinen, Stock- mit Fließschnupfen, Röte der Haut mit Blässe, Obstipation mit Diarrhoe, reißende, ziehende Schmerzen abwechselnd in beiden Knien, Fieber abwechselnd mit Schweiß, Schmerzen wechseln die Seite; Widerspruchsvolle, einander abwechselnde

Der Wiesenküchenschellen Typ

Der Küchenschellen Typ ist ein Milder, schüchterner, weinerlicher Typus; emotional leicht beeindruckbar und schnell zu Tränen geneigt, mit auffäliger Besserung durch Zuwendung und Trost. Im Gegensatz zum Natrium muriaticumund Sepia-Typ., die jeden Trost heftig zurückweisen, wünscht dieses Kind nichts lieber, als getröstet zu werden.

Es ist so verrückt danach, dass man manchmal den Eindruck bekommt, es heule nur deswegen, um ein wenig Extra-Aufmerksamkeit zu erhalten.

Nervöse, ängstliche Reizbarkeit mit schnellen Stimmungsschwankungen, weinen abwechselnd mit Lachen. Lacht und weint bei jeder Gelegenheit, ist empfindlich gegenüber Beleidigungen. Hypochondrische Mürrischkeit; er nimmt alles übel ist sein Ausdruck, Traurig, mißtrauisch und geizig. Neidig, habsüchtig und ungenügsam, möchte alles für sich haben. Kapriziös.

Furcht vor dem Alleinsein, vor der Dunkelheit, vor Geistern am Abend. Angst mit Zittern der Hände und Gefühl fliegender Hitze am Körper. Herzklopfen bei der Angst.

Die Küchenschelle Symptomatik:

Pulsatilla, die Kuh- oder Küchenschelle, ist ein Hahnenfußgewächs.
Pulsatilla kann bei typischen Frauenleiden wie Stimmungsschwankungen, Kälteempfinden oder zyklisch auftretender Migräne und verzögerter Menstruation angewendet werden.

Verschlimmert sich bei Wärme; der Luft, des Raumes, der Kleidung. Sonnenbestrahlung. Beginn einer Bewegung. Liegen auf der Seite (links). Herabhängenlassen der Glieder. Durchnässung der Füße. Lange nach dem Essen. Abneigung und durch Fettes, Schweinefleisch, Butter, Eiscreme, Eier, Tee. Gewitter. Dämmerung. Vor den Menses. Pubertät. Schwangerschaft.
Klimakterium.

Verbessert sich im Freien, an frischer Luft, kalte Getränke und Speisen, Kälte allgemein, trotz allgemeiner Frostigkeit. Aufdecken. Kontinuierliche, sanfte Bewegung. Druck. Massage. Aufrichten. Lagewechsel. Hochlagerung des Kopfes beim Liegen. Nach dem Weinen. Trost.

Die Küchenschelle als Konstitutionsmittel

Pulsatilla ist eines der häufigsten Konstitutionsmittel bei Kindern, vor allem bei Mädchen. Bei Erwachsenen kommt es viel seltener vor, und wenn, dann in erster Linie bei Frauen. Das bedeutet also, dass sich dieses Mittel irgendwann in der Kindheit häufig ändert. Man könnte sagen, das im Säuglingsalter bis ca. 2 Jahre entspricht häufig dem Calcium carbonicum – Typ: Zufriedene Wonneproppen, fröhlich und anspruchslos, schwitzen leicht. Es ist die körperlich geprägte Zeit. Es geht um Nahrung, Wärme, Grundbedürfnisse. Das Kind spricht auch noch nicht vom „ich“, sondern in der dritten Person.

Im Alter zwischen 2 und 7 Jahren tritt nun häufig der Pulsatilla Typ auf. Es ist die Zeit der emotionalen Prägung. Das Kind weint viel, lacht viel, reagiert vorwiegend emotional. Ab etwa 7 Jahre entwickelt sich die geistige Ebene mit der eigenen Persönlichkeit und damit bilden sich die typischen Charaktereigenschaften heraus, die Konstitution.

Pulsatilla: das Frauenmittel

Pulsatilla ist wohl das weiblichste und emotionalste aller Mittel. Es lebt die Gefühle und unterdrückt sie nicht wie Natrium chloratum. Es ist voller Hingabe, Zuneigung und Milde und fordert auch die sofortige Erfüllung dieser emotionalen Bedürfnisse. Ansonsten fängt es an zu weinen und zu jammern. Dabei kann die Küchenschelle ganz schön hartnäckig, ja selbstsüchtig sein. Es fordert ständig die Bestätigung, geliebt zu werden.

Solange der Pulsatilla Typ die volle Zuwendung und Aufmerksamkeit bekommt, ist es gesund und zufrieden. Diese Gefühle sind sehr veränderlich, ein Wesenszug von Pulsatilla. Wird Wird im einen Moment noch gelacht, fließen im nächsten schon die Tränen. Pubertät, Schwangerschaft und Wechsel können eine schwierige Zeit sein, da die Küchenschelle auf Hormonschwankungen empfindlich reagiert.

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